Reflexzonen


25.11.2022 - 26.01.2023

GE59 ART-WORK-SPACE

URBANSTRASSE 116

10967 BERLIN

Maulwürshügelkomposition

Maulwürshügelkomposition

Strichzeichnung Flatterband

Strichzeichnung Flatterband

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Neu-Cladower Pleinair 2021

13. – 17.09. u. 20.-24.09.2021 – 11-17 Uhr

Guthmann Akademie

untitled (spirit level)

2017


colour print, 70x100cm

vom Wasser


Groß Fredenwalde, 2017

installation view at AnalogueNow

processed landscapes

2016



slide projection

Staffelschau

Neue Kunstinitiative Marzahn Hellersdorf

Projektraum, Marzahner Promenade 

2018


Feuerlöscher, 2011


Stefan in der Tür, 2010

80 x 114 cm


alternatives Ende, 2018

Adaption der Endsequenz aus „Die Architekten“

Videoloop, 15min

PALM

MICHA OTTO – TACET

Ausstellung: 17. März – 1. April 2017

Öffnungszeiten: Do, Fr, Sa 12 – 18 Uhr


Tacet (lat. er/sie/es schweigt). In Venedig, Berlin und Hiroshima hat Micha Otto die Arbeiten seiner ersten Einzelausstellung bei PALM – PHOTO ART LALA MOEBIUS geschaffen. Otto zeigt mit seinen Werken, wie Menschen Natur wahrnehmen und beeinflussen. Er greift zu und reißt Handlungen aus der Zeit heraus. Die Inszenierungen erzwingen Stillstand. Die Handlung stoppt. Ein ideologischer Raum entsteht. Die Authentizität von Natur wird in Frage gestellt. Damit entlarven die Arbeiten das romantische Motiv des Rückzugs in die Natur als Konstruktion. Der Titel der Ausstellung nimmt Bezug auf eine Spielanweisung in der Musik. Der Musiker weiß: ab jetzt setzt er bis zum Ende des Satzes aus. John Cage hat das in seinem Stück 4’33’’ (four minutes, thirty-three seconds) auf die Spitze getrieben. Es wird kein einziger Ton gespielt. Alles pausiert. So auch in Ottos fünf gezeigten Arbeiten. Plastikblumen haben den Vorteil, dass sie immer frisch bleiben. Sie vergehen nicht. Anders

in Ottos Arbeit POSY, 2017. Sie zeigt einen welken Strauß bunter Blumen. Am Valentinstag bemerkte der Künstler zwei junge Mädchen vor dem Backsteingebäude der Heilsarmee in der Kastanienallee. Sie waren dabei, den Inhalt einer abgestellten Kiste zu untersuchen. Otto fand darin die falschen Blumen – präzise Abbilder der Natur, der Zeitlichkeit entrissen. Im Ofen schmolz er die Blumen einzeln an und welkte sie dadurch künstlich. Zum Strauß gebunden hat Otto die welken Blumen fotografisch dokumentiert. Er sieht die Schönheit des Natürlichen, Lebendigen gerade auch im Verfall. Und distanziert sich von der Dekoration und vom Sichumgeben mit Artefakten, aber auch vom Wunsch nach Unsterblichkeit. Die Tiere in der Fotoserie APOCALYPSE LATER, 2016 haben die Zeit verlassen. Präparatoren aber haben ihre schöne Hülle erhalten und damit ihren Charakter interpretiert und fixiert. Die Präparate sind pausierende Stellvertreter, Projektionsflächen für Naturvorstellungen. Otto setzt sie einer fotografischen Momentaufnahme in ihrer natürlichen Umgebung aus. So bringt er Präparat und Natur in dieselbe zeitliche Dimension. Dadurch erweckt er die Tiere scheinbar zum Leben.Die Videoarbeit UNTITLED (CIGNO), 2015 zeigt einen Schwan, der durch die Kanäle von Venedig schwimmt. Der Schwan ist ein vom Künstler handgefertigtes und ferngesteuertes Modell. Venedig ist kein Habitat für Schwäne. Die Stadt ist wie ausgestorben. Menschenleer. Eine Klavierinterpretation von Camille Saint-Saëns Tierportrait aus dem Karneval der Tiere erklingt. Sie lädt die pittoreske Kulisse tautologisch auf. Der Schlussakkord des stark verlangsamten Stücks löst den Anfang des Videoloops aus. Darin zieht der Schwan am Palazzo Zorzi Galeoni, dem Sitz der UNESCO, vorbei. Zu sehen ist ein Graffito an einer Baustelle: GODERE DELLA CRISI – Genieße die Krise. Die Kultur weicht zurück, die Natur gewinnt Raum. In GUARD SECURING A TREE IN THE WOODS OF HIROSHIMA, 2007 steht ein von Otto beauftragter Wachmann in den Wäldern Hiroshimas und bewacht einen Baum. Was ist seine Aufgabe? Er beschützt die Natur vor dem Menschen. Rund 600 Meter über ihm explodierte am 6. August 1945 die erste militärische Atombombe. Otto geht davon aus, dass die Ausbeutung der Umwelt im menschlichen Überlebenstrieb angelegt ist. Und fragt, ob dadurch der Eingriff des Menschen in seine Umwelt natürlich ist. Inwiefern kann der Mensch aus seiner Natur ausbrechen? Kann er sie kontrollieren? Ist das ein Plan der Natur selbst? Einen Baum gegen die Übermacht einer Atombombe zu schützen ist hoffnungslos. Der Wachmann verweist damit auf den Konflikt des Bewahrens (Pausierens) eines natürlichen Zustandes. Otto hat ein Vogelhaus aus Vogelfutter gebaut und es in einem Berliner Hinterhof aufgehängt. Seine Fotoserie BIRD SEED BIRD HOUSE, 2013 dokumentiert die Hausnutzung durch die Tiere über mehrere Wochen. Aus dem Material der Untersuchung hat Otto eine Serie von Aufnahmen ausgewählt, die den Umgang der Vögel mit dem Haus zeigen. Überwiegt der Fresstrieb oder der Trieb nach einer sicheren Behausung? 


Text: Henric Hungerhoff

installation view

shopping cart

2013

international anthem

Feuerlöscher

für Berndt, honoring Prof. Berndt Wilde

Kaufhalle, Kunsthalle Wießensee, 2011


fire extinguisher

installation view 

Kunsthalle am Hamburger Platz

lights going on and off randomly

grand opening

2013


audio installation


speakers on the roof, DVD Player 

Kunsthalle Berlin am Hamburger Platz, 


cacophonic composition of social noise recorded during various openings in Berlin

Zum ewigen Frieden

random gymnastics, exihbition @ KONYA2023, FUkuoka, Japan
 自転車はありません!荷物です
KONYA2023 Gallery
Konya2023 Gallery
Reisenotizen
Koffer mit Audioinstallation
Gepäckstück
Klebeecken
Zensurintervention

random gymnastics : from XYZ1 to XYZ1 (2) 

KONYA 2023, Fukuoka, Japan, 2010

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